FreeFont 2016 ist die Oberon Serif von Hans Eduard Meier
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Der FreeFont des Jahres 2016 ist die Oberon von Hans Eduard Meier (gest. 17. Juli 2014).

Am 2. Dezember 2003 schrieb Hans Eduard Meier an uns:

»Ich gestaltete die Oberon 1994 als Hausschrift für das Institut für Computersysteme der ETH in Zürich. Da ich die Gelegenheit hatte, an diesem Institut die Gestaltung von Schriften mit Hilfe des Computers zu erlernen, schaffte ich diese Schrift damals exklusiv für das ETH. Die Barbedor, die erste, die ich in diesem Institut entwarf und später auch die Syndor, eine Synthese zwischen der Syntax und der Barbedor, hatte ich in Lizenz an Schriftfirmen vergeben. So hatte das Institut keine Schrift von mir, über die sie frei verfügen durfte.

Die Schrift Oberon war für das Institut zu seinem eigenen, exklusiven Gebrauch bestimmt, ohne dass es auf Lizenzrechte von Schriftfirmen Rücksicht nehmen musste. Heute, nach zehn Jahren, habe ich das Recht, die Oberon in Lizenz zu vergeben. Die Rechte des Institutes werden dadurch nicht geschmälert. Das Institut hat weiter die Möglichkeit, über die Schrift zu verfügen und bei Bedarf zusammen mit Produkten des Institutes an Dritte weiter zu geben, darf aber nicht Handel mit der Schrift treiben.

Die Oberon, benannt nach dem im Institut entwickelten Oberon-Betriebssystem, gestaltete ich mit einem auch eigens im Institut entwickelten Fontdesignprogramm. Die Schrift umfasste nicht den heute üblichen Zeichenumfang. Mit dem Fontographer überarbeitete ich nun die Oberon und ergänzte den Zeichensatz. Zu den Schnitten Oberon Normal, Oberon Normal Italic, und Oberon Bold fügte ich noch den Font Oberon Small Caps Normal hinzu. Zu jedem Font gibt es auch Mediävalziffern. Der Kapitälchen-Font hat eigene Ziffern.«

Veröffentlich wurde die Schriftenfamilie im Jahr 2004 exklusiv bei Elsner+Flake.

Bild 1: Hans Eduard Meier in seinem Haus am Walensee in Obstalden, 2013. Foto: Copyright Erich Alb 2013, Cham/Switzerland

Petras Script EF Alternate erhältlich
Seit Jahren ist die von der Kalligrafin Petra Beiße gestaltete Schreibschrift Petras Script weltweit erfolgreich. Nun wurde endlich auch ein alternativer Zeichensatz veröffentlicht, mit dem Anwender eine größere Designflexibilität haben. Darüberhinaus sind beide Schriftschnitte für die Belegung EuropaPlus ausgebaut. Petra Beiße lebt und arbeitet seit Jahren als Kalligrafin in Wiesbaden. Dass Schriften von ihr digital umgesetzt und als Fonts vertrieben werden, ist die Ausnahme. Weil die Petras Script ein so großer Erfolg wurde, hat Sie sich entschlossen, einen neuen Entwurf für die Digitalisierung freizugeben: Casanova Script Pro. Informationen zu Petra Beiße und ihren aktuellen Workshops finden Sie unter www.handlettering.de.
Schriftfamilie TV Nord erweitert
2014 wurde die TV Nord stilistisch überarbeitet und auf die Belegung Europa+ für alle europäischen lateinischen Sprachräume ausgebaut. In diesem Zuge erhielt sie weitere ergänzende Schnitte.

Diese Neuentwicklung entstand im Rahmen eines kompletten Redesigns des Erscheinungsbildes des NDR. Sie wurde notwendig, weil dem 1954 gegründeten NDR nach der deutschen Vereinigung die Sender der ehemals ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (1992) und Brandenburg (1997) beitraten. Die Hamburger Werbeagentur DMC Group gab somit bis heute dem NDR sein neues einheitliches Erscheinungsbild. Auch das Logo des NDR entstand aus den Versalien der NDR Sans.

Die Schrift TV Nord nimmt auf das Design der Trade Gothic und ähnlichen amerikanischen Groteskschriften des frühen letzten Jahrhunderts Bezug. Bei der Gestaltung wurde gleichermassen Wert auf gute Lesbarkeit im Print und bei der Darstellung auf dem Fernsehbildschirm gelegt, was unter anderem durch die hohen x-Höhen dokumentiert wird.

Bild 1: NDR Image mit Claim, Westerhever Leuchtturm. Veröffentlichung genehmigt vom Norddeutschen Rundfunk, Abt. Einkauf & Logistik

Unser Freund Hans Eduard Meier ist verstorben.
Der Vater der Schweizer Schulschriften »Basisschrift« und »ABC Schulschrift« lebt nicht mehr. Er verstarb in seinem 92. Lebensjahr nach einem schaffensreichen Leben.

Meier arbeitete nach seiner Setzerlehre und einigen Fachsemestern im Fach Typografie und Grafik als Gebrauchsgrafiker. Von 1950 bis zu seiner Pensionierung 1986 unterrichtete er als Fachlehrer für Schrift und Zeichnen an der Kunstgewerbeschule Zürich. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit verfasste er 1959 das dreisprachige Buch »Die Schriftentwicklung«/»The Development of Script and Type«/»Le développement des caractères«, dessen Neuauflage im Niggli-Verlag noch erhältlich ist. Die spanische Ausgabe heißt »La evolución de la letra«, erschienen 2012 bei Campgràfic Editors, Valencia.

Bekannt wurde Hans Eduard Meier durch die Entwicklung der Groteskschrift Syntax, die mit ihren Bezügen zur Renaissance Antiqua einen mutigen Gegenentwurf zu den damals gängigen Formkonzepten der Helvetica und Akzidenz Grotesk bot. Die Syntax, leicht geneigt und in der Tradition der humanistischen Renaissance gezeichnet, besticht nicht nur durch ihren sympathischen warmen Charakter, sondern zeichnet sich auch durch ihre Klarheit und Lesbarkeit aus. Dies machte Ihren Erfolg aus und wurde stilprägend für viele Schriftentwürfe der letzten Jahrzehnte.

Im Rahmen der Entwicklung der Schweizer Schulschrift, deren exklusives Vertriebsrecht er uns übertragen hatte, habe ich Hans 2004 in seinem damaligen Wohnort Obstalden besucht. Er bewohnte zusammen mit seiner Frau Elisabeth ein kleines Haus, in dem ein Schuhmacher gelebt und gearbeitet hatte. Das Haus »klebte« an einem steilen Hang, zugänglich nur zu Fuß von der darüber liegenden Straße über einen Pfad. Hans zeigte mir in diesem wunderbaren Haus viele Details, die er mit Liebe und Sachverstand selbst restauriert hatte. Sein Arbeitszimmer war möbliert mit seinem Ruhebett, einem kleinen Schreibtisch und seinem Computerarbeitsplatz, wo er bis zu seinem Auszug nach Horgen 2013 täglich an seinen Schriften arbeitete. Schaute er zur Entspannung durch das nahe Fenster bei seinem Arbeitsplatz, blickte er auf eine Reihe von Wasserfällen und der Gebirgskette Churfirsten.

So arbeitete er zeitweise immer »seiner Formensprache« folgend an verschiedenen Schriftideen, deren Ergebnisse zum Teil auch in unserem Schriftenangebot zu finden sind. In seinem ihm eigenen Stil entwickelte er 1984 mit genau der gleichen Intensität, mit der er sein Haus restauriert hat, die Antiquaschrift Barbedor, für die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) entstand 1992 die Oberon und für die International Typeface Corporation die ITC Syndor. Für die Schweizerische Nationalbank entwarf er 1994 eine Banknotenschrift. In den Jahren 1995 bis 2000 entstanden die Linotype-Syntax Schriftfamilien, in deren Zuge auch die Original Syntax Grotesk eine Aktualisierung erfuhr. Die nach seiner zweiten Frau Elisabeth benannte Schrift Elysa entwarf er 2002 für Elsner+Flake. Bereits seit 2001 beschäftigte er sich mit der Entwicklung eines innovativen Schriftkonzeptes, um die traditionelle »Schnürlischrift«, die seinerzeit ausschließlich in den Schweizer Grundschulen verwendet wurde, durch eine neue Lehrmethodik und aufeinander aufbauende Formensprachen abzulösen. In diesem Zuge entstand eine exklusive Zusammenarbeit mit Elsner+Flake mit dem Ziel verschiedene anwenderbezogene Varianten und eine Vielzahl von Schreibligaturen für Lehrer und Lernende anzubieten. Die Gesta entstand 2004. Sie soll als Vorlage für eine zu stickende Antiqua fungieren, die er für seine Tochter Brita Meoli-Meier, Handarbeitslehrerin, entwickelte. Als Font ist die Gesta 2013 bei Elsner+Flake erschienen.

Die letzten Projekte von Hans Eduard Meier waren die Meier Kapitalis und die Parnassia (2013 exklusiv für den Handsatz erstellt, siehe unter Parnassia »Sagenbuch«) sowie ab 2013 die Meier Sans, die er nicht mehr vollenden konnte.

Im Rahmen eines Studienprojekts der DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg) besuchten die beiden Studenten Michael Prümmer und Daniel Adler den 90-jährigen Schriftengestalter und Entwickler der Syntax Hans Eduard Meier in der kleinen Gemeinde Obstalden in der Schweiz. (Veröffentlicht youtube am 28.11.2012)

Alle EF Schriften von Hans Eduard Meier

ABC Schulschrift Schweiz

Bild 1: Die letzte von Hans Eduard Meier in Zusammenarbeit mit Elsner+Flake entworfene Schrift, die Meier Sans, wird nun leider unvollendet bleiben. Mit der Meier Sans wollte er den Kreis seines Schriftschaffens schließen und an seine zwischen 1968 und 1972 entstandene Syntax anknüpfen.
Bild 2: Die Meier Kapitalis aus dem Jahr 2012 war, abgesehen von der Auftragsarbeit Parnassia für die Offizin Parnassia in Vättis, die letzte Schriftfamilie, die Hans Eduard Meier geschaffen hat. Sie wurde kurz vor seinem Tode im Juli 2014 bei Elsner+Flake fertiggestellt.
Bild 3: Die Parnassia für die Offizin Parnassia in Vättis besteht aus einer Roman und einer Kursiven. Sie wurde von Hans Eduard Meier 2013 als Vorlage für die Monotype-Matrizenherstellung gezeichnet.

FreeFont 2015 ist die Basisschrift von H. E. Meier
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Der FreeFont dieses Jahres ist die Basisschrift®* von Hans Eduard Meier (gest. 17. Juli 2014). Hans Meier entwickelte in seinen letzten zehn Lebensjahren zusammen mit Max Schläpfer ein innovatives Konzept einer neuen Schweizer Schulschrift. Gekrönt wird sein Lebenswerk dadurch, dass nun seit Herbst 2014 von Luzern ausgehend diese neue Didaktik die alte Schnürlischrift in der Schweiz ablösen wird. Bei der an dieser Stelle erhältlichen Version der Basisschrift® handelt es sich um die Originalversion von Hans Meier.

Mit dem Download erhalten Sie für die Formate »OpenType« und »TrueType« eine zeitlich unbegrenzte Druck-Lizenz für bis zu fünf Arbeitsplätze an einem Standort und für den »WebFont« eine Web-Lizenz für eine Domain und bis zu 10.000 PageViews pro Monat. Falls Sie eine weitergehende Lizenz benötigen, beraten wir Sie gerne.

*Der Markenname Basisschrift® und das Design der Basisschrift® sind eingetragene Geschmacksmuster und Warenzeichen. Ähnliche digitale Schriftversionen sind nicht von Hans Eduard Meier autorisiert und verstoßen gegebenenfalls gegen seine Rechte.
Offizin Haag-Drugulin lädt ein zum 2. Schriftenfest Dresden
»Im Jahre 2013, dem Gedenkjahr für Bodoni, haben sich am 11. August eine Reihe von Freunden der gegossenen Buchstaben, Anhänger von Bleisatz und Buchdruck, in Dresden, im neuen Domizil der Offizin Haag-Drugulin zusammengefunden, um —als Grundstein für wirksames Handeln — den ›Verein für die Schwarze Kunst‹ zu gründen.« Soweit der Auszug aus der Gründungsurkunde, die den Gründungsmitgliedern zusammen mit einer Einladung zur 2. Mitgliederversammlung und dem 2. Schriftenfest zugestellt wurde.

Während das erste Schriftenfest ganz im Zeichen des 200. Gedenktages des Buchkünstlers und Schriftschneiders Giambattista Bodoni (1740-1813) stand, widmet sich das diesjährige Fest zwei ganz unterschiedlichen Alphabeten »Alte Schwabacher« und »Futura«. Das Tagungsprogramm besteht wie im Vorjahr aus Besichtigungen, Vorträgen und Vorführungen. Der Vorsitzende Prof. Niels-Christian Fritsche stellt Workshops mit Studenten der Offizin vor, Eckehart SchumacherGebler präsentiert an Hand von Originalmatrizen »Die Schwabacher zum Anfassen«, Frau Prof. Sybille Schmitz berichtet über das Thema »Handsatzwerkstatt im Unterricht« und Horst Moser über »Die Futura und ihr Schöpfer Paul Renner«.

Weitere Information über Schriftenfest Dresden und Verein für die Schwarze Kunst Dresden Anmeldung unter offizin-haag-drugulin

Bild 1: Lettern der verzierten Schwabacher aus dem Bestand der Reichsdruckerei, um 1885. Mit freundlicher Genehmigung von Eckehart SchumacherGebler.
Bild 2: Saal mit Monotype-Tastern in den ehemaligen Räumen des VEB Typoart, Dresden. Mit freundlicher Genehmigung von Eckehart SchumacherGebler.

Gratis Test-Webfont online bei fonts4ever.com
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Das FreeFont dieses Jahres ist Bernhard Gothic EF Medium. Mit dem Download erhalten Sie für die Formate »OpenType« und »TrueType« eine zeitlich unbegrenzte Druck-Lizenz für bis zu fünf Arbeitsplätze an einem Standort und für den »WebFont« eine Web-Lizenz für eine Domain und bis zu 10.000 PageViews pro Monat. Falls Sie eine weitergehende Lizenz benötigen, beraten wir Sie gerne.
Vom Buch auf die Straße. Große Schrift von 1600 bis 1920.
Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig vom 27. Juni bis 28. September 2014 die Ausstellung »Vom Buch auf die Straße. Große Schrift von 1600 bis 1920«.

Schriften verließen seit dem 18. Jahrhundert zunehmend den lange begrenzenden Raum des Buches und prägten das Stadtbild. Ob politisch oder kommerziell: Buchstaben transportierten an Plakatwänden, Litfaßsäulen oder Schaufenstern Botschaften in die Öffentlichkeit. Neben gedruckten Erzeugnissen existierten von Hand gemalte Schriften auf Schildern und Schaufenstern, in Stein gehauene Straßenbeschriftungen oder wandfüllende Mauerbeschriftungen. Diese Techniken der Umsetzung, wesentliche Entwicklungen in der Druckindustrie sowie Einflüsse aus Architektur und Malerei führten im ausgehenden 19. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet zu einer einzigartigen Vielfalt an Schriftformen.

Unter der Leitung von Julia Blume, Prof. Fred Smeijers und Pierre Pané-Farré (alle HGB Leipzig) recherchierten Studierende der Fachklasse Typedesign in Leipziger Archiven und Bibliotheken nach bildlichen Zeugnissen, die die visuelle Kraft und den Facettenreichtum von Schrift darlegen. Betrachtet wurde besonders der Zeitraum zwischen 1600 und 1920. Für die Ausstellung wurden Plakate, Schriftmuster, Postkarten, Drucksachen, Fotografien, Objekte und Filme ausgewählt. Ein Schwerpunkt lag hier auf Artefakten, die einen engen Bezug zu Leipzig aufweisen.

Ein weiterer Teil der Ausstellung zeigt die für Schrift häufig verwende Methode des Schablonierens. Anhand eines rekonstruierten Schabloniertisches können Besucher diese Reproduktionstechnik selbst erproben. Eine Auswahl an historischen Objekten gibt Einblicke in die Herstellung und Entwicklung dieser manuellen Technik.

Die Fachklasse Typedesign, die als profilbildender Strang der HGB Leipzig auf eine 110-jährige Tradition zurückblicken kann, ermöglicht somit auch einen Einblick in die eigene Arbeitsweise eines Schriftgestalters, bei der die historische Reflexion einen wesentlichen Anteil einnimmt.

Leihgeber der Ausstellungsstücke sind folgende Institutionen aus Leipzig: Stadtgeschichtliches Museum, Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek, das Stadtarchiv und das Sächsische Staatsarchiv Leipzig.

Ausstellungsführungen sonntags 12 Uhr: 13.7., 24.8., 14.9., 28.9.2014
Infos: Museum für Druckkunst Leipzig und
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Öffnungszeiten Museum: Mo-Fr 10-17 Uhr, So 11-17 Uhr, samstags geschlossen.

Bild 1: Ausstellungsflyer. Veröffentlichung genehmigt vom Museum für Druckkunst Leipzig.
Bild 2: Scheibe für Schablonenschriften, Messing, New York Stencil Works, 1868-1871, Durchmesser 250 mm. Veröffentlichung genehmigt vom Museum für Druckkunst Leipzig.

Louis Braille. Gutenberg der blinden Menschen
In der Grafik Galerie des Museums der Arbeit in Hamburg findet in der Zeit vom 8. April bis 8. Juni 2014 eine Ausstellung über Louis Braille statt, der 1825 die nach ihm benannte Schrift für Blinde entwickelt hat.

Das, was Johannes Gutenberg für die Sehenden, ist Louis Braille für die blinden Menschen. Mehr noch: Während Gutenberg eine Technik entwickelte, mit deren Hilfe Texte einer bestehenden Schrift drucktechnisch in höheren Auflagen reproduzierbar wurden, schuf Braille vor rund 200 Jahren ein neues tastbares Schriftsystem, das blinden Menschen Zugang zu umfassender Bildung ermöglichte.

Das Museum der Arbeit zeigt in Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V., warum sich die einfache und geniale Erfindung des Louis Braille durchsetzen konnte und warum seine Schrift aus sechs Punkten heute weltweit Standard ist.

Louis Braille ist erst drei Jahre alt, als er sich beim Spielen mit einer Ahle am Auge verletzt. Beide Augen entzünden sich und zwei Jahre später erblindet er. Als Zehnjähriger bekommt Louis ein Stipendium für das »Institut für junge Blinde« in Paris. Hier wird die sogenannte »Nachtschrift« gelehrt. Der Offizier Charles Barbier de la Serre hatte aus zwölf gestanzten Punkten einen abstrakten Zeichensatz entwickelt, der zur heimlichen Übermittlung von Kriegsnachrichten in der Nacht gedacht war. Doch das umständliche Abtasten von Barbiers zwölf Punkten von oben nach unten macht das Lesen zu schwierig. Louis Braille reduziert die Grundform auf sechs Punkte und bereits 1825 im Alter von 16 Jahren hat er sein Alphabet fertig gestellt. Die entstandenen Zeichen sind für blinde Menschen leicht lesbar. Auch das Schreiben gelingt mit Tafel und Stichel mühelos.

In der Sonderausstellung »Louis Braille. Gutenberg der blinden Menschen« haben Besucher die Gelegenheit, verschiedene Blindenschriften zu ertasten. Gezeigt werden außerdem Hilfsmittel von der Rillentafel über die Punkt-Punkt-Schrift-Maschine bis hin zum modernen Computerarbeitsplatz, mit denen blinde Menschen gestern wie heute die Braille-Schrift lesen und schreiben.

Für Schulklassen und Gruppen bietet das Museum der Arbeit spezielle Führungen mit praktischem Anteil an: Sehende Besucher können eine Einführung in die Geschichte der Blindenschrift buchen, bei der auch das Schreiben mit der Rillentafel geübt wird. Blinde und sehbehinderte Besucher ertasten Bleilettern in der Schauwerkstatt des Museums und prägen diese auf kräftigem Papier erhaben ein.


Vorträge:

28. April 2014, 18 Uhr
Ulrike Backofen
Blindenselbsthilfe fällt nicht vom Himmel
Die Geschichte des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg e.V.

19. Mai 2014, 18 Uhr
Ulrike Backofen
Der blinde Zeuge. Hilflos oder Superheld?
Blindheit in den Medien

2. Juni 2014, 18 Uhr
Torsten Wolfsdorff
Einführung in die Ausstellung mit Grundkurs Braille


Begleitprogramm für Schulklassen und Gruppen

Eine Schrift zum Fühlen. Die Braille-Schrift für Sehende
Mit der Unterstellung, sie könnten untereinander Geheimnisse austauschen, wurde blinden Menschen lange Zeit das Recht auf eine eigene Schrift verwehrt. Und auch heute kommt vielen sehenden Menschen die Blindenschrift wie eine Geheimschrift vor. In der Ausstellung »Louis Braille. Gutenberg der blinden Menschen« erzählt Torsten Wolfsdorff vom Verein für Blinde und Sehbehinderte und selbst blind, wie die geniale Erfindung aus sechs erhabenen Punkten funktioniert und wie er sie benutzt, vom Schreiben eines Einkaufszettels bis zum Einsatz am Arbeitsplatz. Im Anschluss können die Teilnehmer sich noch selbst am Schreiben der Braille-Schrift mit einer Rillentafel versuchen. Das ist gar nicht so einfach!

Museum der Arbeit |
Stiftung Historische Museen Hamburg |
Wiesendamm 3 | 22305 Hamburg

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Bild 1: Blindenschrift-Druckautomat. Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB), Veröffentlichung genehmigt vom Museum der Arbeit in Hamburg.
Bild 2: Ausstellungs-Plakat Louis Braille. Gutenberg der blinden Menschen
Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e. V.
Bild 3: Publikation in Blindenschrift. Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH), Veröffentlichung genehmigt vom Museum der Arbeit in Hamburg.

Moskau Grotesk
Die Grundlage der Moskau Grotesk bilden die von dem Grafiker Klaus Wittkugel Anfang der 60er Jahre entworfenen Buchstaben für die Beschilderung des Café Moskau in Berlin Mitte.

Das Café Moskau, gegenüber dem Kino International in der Karl-Marx-Allee in Berlin Mitte, war eine der Prestigebauten der ehemaligen DDR. Erbaut in den frühen 60er Jahren avancierte es, über die Jahre und wechselnden gesellschaftlichen Entwicklungen hinweg, zu einem der Markenzeichen der Hauptstadt. Der Namenszug auf dem Dach wurde von dem Grafiker Klaus Wittkugel (geb. 17. Oktober 1910, gest. 19. September 1985) entworfen. Ab 1952 war er Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin und neben der gestalterischen Umsetzung zahlreicher Plakate, Bucheinbände und Briefmarken auch für die Beschilderung des Kino International sowie für das grafische Erscheinungsbild des Palasts der Republik verantwortlich.

Die Beschilderung des Café Moskau mit den in Versalien gesetzten Worten »RESTAURANT«, »CAFE«, »KONZERT«, »MOSKAU« und »MOCKBA« bildet die Grundlage der Moskau Grotesk, die 2013 von Björn Gogalla entwickelt wurde. Dabei versteht sich die Schrift nicht als Replik. Einige Unzulänglichkeiten der Originalzeichen wurden »ausgebessert«. Zu Gunsten einer Bewahrung der Gesamtcharakteristik wurde jedoch nicht völlig auf Eigenheiten verzichtet. Die Gemeinen und alle fehlenden Versalien sind komplett neu entworfen. Es ist nicht verwunderlich, dass die schlichte, unaufdringliche, geometrische Grundausrichtung der Schrift eine Brücke zur Architektur der 60er schlägt. Inspiriert von den in dieser Zeit beliebten verschiedenen Möglichkeiten des architektonischen Musters und Wandreliefs entstanden ergänzend zwei Pattern-Fonts.

Björn Gogalla arbeitet als freischaffender Designer in Berlin und Thailand. Er unterhält die Webseite www.letteredit.gogalla.de auf denen er auch seine Schriften Flaco und Barkley anbietet.

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Foto: Jeannine Prieß

Wolfgang Dutschke verstarb im Alter von 76 Jahren
Unser lieber Hamburger Freund und Geschäftspartner Wolfgang Dutschke ist am 25. Januar 2014, seinem 76. Geburtstag, nach langer Krankheit verstorben.

Wolfgang gehörte zu den Pionieren der digitalen Typografie. Vielleicht war die Ausbildung zum Schriftsetzer in den 50er Jahren nicht gerade seine erste Wahl gewesen, aber schon während der Lehrjahre fesselte ihn die Materie derart, dass er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg eine Fortbildung anstrebte. Das Studium bei Richard von Sichowsky, dem Begründer der »Hamburger Schule«, hat Wolfgang besonders geprägt. Nach Lehr- und Wanderjahren in der Schweiz gründete er seine Werbeagentur in Hamburg.

»Basis für jegliche typografische Arbeit ist Schrift.« Mit diesem Satz beginnt er die Einleitung eines Schriftmusterheftes, in dem er sein 1987 entwickeltes Alphabet »Diamanti« vorstellt. Mit seiner Liebe zum Detail und seiner ihm eigenen Präzision entwickelt er schon drei Jahre nach dem Erscheinen des ersten Apple Macintosh® die Schriftfamilie »Diamanti Diagonal«. Einige Jahre später folgt die »Diamanti Condensed«. Wolfgang schrieb dazu: »Die Diamanti Condensed ist aus dem Bedürfnis nach allerbester Lesbarkeit in sehr kleinen Größen realisiert worden. Die wichtigsten Anwendungsgebiete werden Kataloge, Sachbücher und Gebrauchsanweisungen sein.«

So wie Wolfgang seinen Beruf und die Microtypografie liebte und lebte, beschäftigte er sich in seiner Freizeit mit der Restaurierung von französischen Großuhren. Auch hier ging es ihm um die Präzision des kleinsten Details, um die Perfektion des großen Ganzen zu erreichen.

Zu Wolfgangs Nachlass gehört auch sein »Lexikon der Typografie«, das er leider wegen seiner fortschreitenden Krankheit nicht beenden konnte.

Wir freuen uns, dass wir noch seine Diamanti Schriftmusterkataloge in unserem Archiv haben und schicken sie gerne bei Interesse zu.

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Foto: Susanne Krause

Elsner+Flake Webfonts online bei fonts4ever.com
Die bisher nur auf Anfrage gefertigten Webfonts (fonts4web) aus den Bibliotheken von Elsner+Flake, Scangraphic, Apply Design Group, Typoart und TypeShop werden zurzeit weiter ergänzt und ebenfalls über www.fonts4ever.com zur Lizenzierung angeboten. Einen Überblick über die jeweils verfügbaren Fonts erhält man durch einen Klick auf »webfonts« in der Menüleiste der Startseite oder den Button »fonts4web« in der »Erweiterten Suche«. Zudem wird auf vorhandene Webfonts in der Fontübersicht innerhalb der einzelnen Bibliotheken hingewiesen. Dort kann der Anwender im Pulldown-Menü das Paket mit den drei fonts4web-Formaten .woff, .eot und .svg direkt auswählen und in den Warenkorb legen. Mit den Webfonts wird eine CSS- und eine .htaccess-Datei geliefert, die in die gewünschte Webseite eingebunden werden kann.

Wer die Qualität der Darstellung prüfen möchte, hat dazu auf der Detailseite zum jeweiligen Font die Möglichkeit. Gezeigt wird dort unter anderem die Zeichenübersicht des jeweiligen Webfonts sowie bei der Anwahl des Menüpunktes Browseransicht der entsprechende Webfont in dem jeweils verwendeten Browser. Die erste Ansicht zeigt den von Elsner+Flake empfohlenen Größenbereich. Wer für bestimmte Anwendungsbereiche weitere Pixelgrößen sehen will, kommt mit einem Klick auf die zweiten Ebene.
Express Yourself: Die Caligari von KOMA AMOK
Der Stummfilm Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) ist zweifellos ein atemberaubender Meilenstein des deutschen Expressionismus, einer Zeit voll außergewöhnlicher Kreativität angesichts einer sich rasant wandelnden Welt. Die Original-Zwischentitel in Caligari wurden von den Filmarchitekten Walter Reimann, Walter Röhrig und Hermann Warm gestaltet, die mit einzigartigen expressionistischen Formen ein dramatisches Schriftbild schufen, das den Stil einer ganzen Ära mit prägte.

Als KOMA AMOK in 2010 vom Institut Mathildenhöhe Darmstadt und dem Hatje Cantz Verlag mit dem Katalogdesign für die Ausstellung Gesamtkunstwerk Expressionismus – mit Objekten aus Kunst, Architektur, Film, Literatur, Theater und Tanz – beauftragt wurde, war schnell klar: eine neue Schrift, inspiriert von den Zwischentiteln des Caligari, soll die »Stimme« für alle expressionistischen Künste sein.

Aus den Hunderten von Buchstaben, mit denen Reimann, Röhrig und Warm die Texttafeln als Unikate gestaltet hatten, wurden in einem spannenden Prozess die Caligari-typischen Formen für eine funktionierende Satzschrift bestimmt. Die Auswahl wurde neu geschnitten und gezeichnet, fehlende Buchstaben und Zeichen ergänzt, bis schließlich 1000 Glyphen digitalisiert waren. Als im Herbst 2010 die Ausstellung, unter großem Medieninteresse, erfolgreich eröffnet wurde, verkündeten Poster in ganz Darmstadt »Du musst Caligari werden!« – gesetzt in der neuen Type.

Die Caligari Pro bietet Alternativformen für jeden Buchstaben und einen ganzen Schwung an Ligaturen, um Headlines und Texte expressiv und individuell in Szene zu setzen. Bei Verwendung der zusätzlich enthaltenen Stylistic Alternates wird die Anmutung sogar noch lebhafter. Die Schrift umfasst zudem ein Komplettset expressionistischer Ornamente und echte Mediävalziffern, um die Blütezeit des Expressionismus und der Stummfilmära typografisch wiederaufleben zu lassen.

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Minimal, modular, modern – Materia
Die Materia als »Schrift von heute« vereint reine, starke geometrische Form mit einem subtilen, unverwechselbaren Erscheinungsbild – auf den ersten Blick. Tatsächlich wurde das postneutrale Design von Beschriftungen der Jahrhundertwende um 1900 inspiriert, wie man sie immer noch im Osten Frankreichs finden kann. Während die formalen Ursprünge soweit zurückreichen, wiederbelebt u. a. von den Konstruktivisten bis in die 1920er hinein und später auch durch den niederländischen Informationsdesigner Wim Crouwel in den 1960ern, spricht die visuelle Sprache der Materia nach wie vor von »Zukunft«.

Der Font folgt einem minimalistischen Konzept und wurde auf der Grundlage eines Rasters entworfen. Wo optische Kurven für eine sanftere, angenehmere Buchstabenform benötigt werden, schneiden Diagonalen die Ecken ab – wie bei einem Diamanten, den man schleift, um ein Mehr an Schönheit zu erreichen. Headlines und Texte, die in der Materia gesetzt werden, erhalten so eine »kantige« Qualität, während ihr Ton stets ausgewogen und die Konzentration auf Information in nonkonformistischer
Art gewahrt bleibt.

Die Materia umfasst acht Schnitte, von der eleganten Thin bis zur aufmerksamkeitsstarken Ultra. Eine reguläre Italic, die dem klassischen Schriftpaket-System folgt, ist ebenfalls erhältlich. Zwei Schnitte wurden explizit für den Headline-Einsatz entworfen, Shadow und Code. Beide sind einsatzbereit für Kombinationen mit der Bold oder auch miteinander, das Überlagern von Shadow und Code z. B. erzeugt erstaunliche Lichtsetzungseffekte innerhalb der Buchstaben.

Für die Benutzer von OpenType erweist sich die Materia als wahre Pro-Schrift, beinhaltet sie doch lateinische Akzentbuchstaben für über 70 Sprachen, Kapitälchen, Mediäval-, Tabellen- und Versalziffern, und spezielle englaufende Titling Caps für all die Fälle, in denen es auf jeden Millimeter ankommt. Wie nützlich all das oben erwähnte ist, zeigt das Buch David Lynch—Lithos, gestaltet von KOMA AMOK, herausgegeben 2010 von item éditions, Paris, und dem Hatje Cantz Verlag, das komplett in der Materia gesetzt wurde.

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Bentons Bank Gothic im Wandel
Mit erweiterter Formgebung erlaubt das umfassende Redesign der 1930 von Morris Fuller Benton entworfenen Bank Gothic nun ein noch breiteres Anwendungsspektrum. Ihr Einsatzbereich reicht von der Gestaltung von Akzidenzen bis hin zur Außenwerbung. Spielehersteller nutzen ihre spröde, sich stark auf das Bauhaus beziehende Geometrie ebenso vielfältig wie Architekten und Webgestalter.

Der gestalterische Weg der Bank Gothic vom Bleisatz über den Fotosatz zu den digitalen Varianten der Desktopdesigner weist inzwischen eine große Breite auf. Die Anzahl der Schriftschnitte hat sich vervielfacht, zu den ehemals nur als Roman zur Verfügung stehenden Schnitten sind Oblique und Italic Varianten hinzugekommen. Zu den im Original nur mit Small Caps (verkleinerten Versalien) erhältlichen Versionen sind teils sehr individuell gestaltete Kleinbuchstaben ergänzt worden. Um den formalen Änderungen Rechnung zu tragen und die Versionen gegeneinander abzugrenzen, ist die Bank Gothic, seit 2007 ein in den USA eingetragenes Warenzeichen der Grosse Pointe Group (Trademark of FontHaus, USA), inzwischen unter einer Vielzahl von Namen erhältlich. Einige dieser Designs bleiben dem Original verpflichtet, andere streben nach größerer Eigenständigkeit.

Die von der amerikanischen Schriftgießerei ATF (American Type Founders) Anfang der 1930er Jahre gegossene Schriftfamilie umfasste eine normal und schmal laufende Schriftfamilie jeweils in den Schnitten Light, Medium und Bold. Neben der ornamental wirkenden Grundstruktur, die auf ihrer quadratischen bzw. rechteckigen Geometrie beruht, ist ein weiteres charakteristisches Merkmal der Bank Gothic die Tatsache, dass die normalerweise runden Großbuchstaben wie z.B. C, G ,O, P, Q, R, und U ebenfalls eckig gestaltet sind. Eine Ausnahme bildet der Buchstabe D, der vermutlich aus Lesbarkeitsgründen (Verwechslungsgefahr mit dem O) in nicht konsequenter Weise seine Rundung behielt.

Aufgrund des großen Erfolgs dieses Schriftdesigns, das in seiner Form eine quadratischere, zeitbezogenere Adaption des Gestaltungsprinzips der seinerzeit bereits existierenden Copperplatte verfolgt, wurde es zügig von den großen Schrift- und Setzmaschinenherstellern übernommen. So erschien die Bank Gothic auch bei Linotype, als Commerce Gothic bei Ludlow, als DeLuxe Gothic auf der Intertype-Setzmaschine und u. a. bei Monotype unter dem Namen Stationers Gothic. 1936 veröffentlichte Linotype die Schriftgrößen 6pt und 12pt der schmalen Version als Card Gothic, später dann die Bank Gothic Medium Condensed in größeren Graden und enger gestellt als Poster Gothic. Eine noch weitere Verbreitung erfuhr die Bank Gothic mit der Entwicklung der Fotosatzbelichter und der CRT-Technologie. Erste digitale Versionen in der heute gebräuchlichen Speichertechnik entstanden bei der Firma Bitstream, deren PostScript-Fonts in Regular und Medium ab 1991 bei dem Schriftanbieter FontShop erhältlich waren. Es folgten digitale Redesigns von FontHaus, USA, und 1996 von Elsner+Flake, die als erste 1999 auch kursive Schnitte ergänzten und 2009 die Schriftfamilie auf 16 Schriftschnitte jeweils in Roman und Oblique ausbauten. Ergänzt wurde in dem Zuge auch der lange fehlende kyrillische Zeichensatz. 2010 folgte dann die Komplettierung mit Kleinbuchstaben und Kapitälchen. Der Vertrieb der Bank Gothic erfolgt seit dem Redesign bei Elsner+Flake unter dem Markennamen Bank Sans.

Die Zeichenbelegung Bank Sans Caps und Bank Sans Pro deckt nahezu alle lateinischen Sprachräume (Europa Plus) sowie den kyrillischen Zeichensatz MAC OS Cyrillic und MS Windows 1251 ab. Beide Familien sind in den Weiten Normal, Condensed und Compressed in jeweils 4 Strichstärken erhältlich (Light, Regular, Medium und Bold). Die Grundstrichstärken der verschiedenen Weiten sind gleich gehalten, was das Mischen von z. B. normalen Versalien und eng laufenden Kapitälchen erlaubt und damit die Gestaltungsmöglichkeiten nochmals erweitert. Zudem finden sich umfangreiche Ziffernsätze, auf die über OpenType-Features zugegriffen werden kann. Die Bank Sans Pro Schriftfamilie enthält im Gegensatz zur Bank Sans Caps Familie an Stelle der optisch verkleinerten Großbuchstaben neu entworfene Kleinbuchstaben sowie dazu passende Kapitälchen. Die Bank Sans Fonts werden in den Formaten OpenType und TrueType angeboten. Der Vertrieb erfolgt über diese Webseite unter Bank Sans
TypeCon2011 in New Orleans
Seit dem 14. Februar 2011 schreibt SOTA (Society of Typographic Aficionados) den Aufruf für die Einreichung von Beiträgen aus. In diesem Jahr findet die 13. jährliche Konferenz vom 5. bis zum 10. Juli in New Orleans statt.

Unter dem Motto »Surge« erwartet die Teilnehmer wie auch in den vergangenen Jahren eine erschwingliche Veranstaltung mit einem vielseitigen Programm für Schrifthersteller und Schriftanwender.

Der Vorstand der SOTA wird unter den eingereichten Beiträgen eine Auswahl treffen, die dem Motto »Surge« gerecht werden. »Surge« bedeutet auf deutsch so etwas wie »Brandung Druckanstieg Druckwelle Flut Schub Stoß Sturmflut Sturzsee Schwall Woge« und kann sich nur auf die Entwicklung in der Schriftindustrie beziehen. Es werden Präsentationen über geschichtliche und zeitgenössische schriftbezogene Themen gesucht, Podiumsdiskussionen, Workshops und Beiträge für das Type & Design Education Forum.

Die Themen sollen die gesamte Bandbreite der Schriftentwicklung abdecken wie Typografie, Schriftentwurf, Fontherstellung, Grafikdesign, Neue Medien, Geschichte der Druckindustrie, Kalligrafie, Bookart, Werbung, Schrift in Video und Film, Analphabetentum, Marketing, Rechtsfragen und Schriftunterricht.

Weitere Informationen unter www.typecon.com.
Plakatideen ohne Mindestauflage
2007 gründete Christian Büning www.lernplakate.de, eine Internetplattform, die interessante Plakate für Unterricht und Bildung anbietet.

Wir möchten insbesondere auf den »Typografischen Kalender 2011«, »Anatomie der Buchstaben« und »Schriftgießereien in Deutschland« aufmerksam machen. Die unter »Lernplakate.de Fachverlag für Schaubilder und Übersichten« firmierende Firma wird am 1. Januar 2011 »Plakatverlag UG & Co KG« heißen unter Leitung von dem Netzunternehmer Jan Rodorf und Christian Büning.

Heute erhielten wir von Christian folgende E-Mail:

Lieber Freund der großen Formate,
ich möchte nicht wissen, wie viele gute Plakatideen in dunklen Schubladen liegen und niemals den hellen Glanz einer Bogenoffsetplatte erblicken dürfen. Für diese Ideen gibt es jetzt eine Rettung. Bei www.wandformate.de können Designer ihre Plakatideen veröffentlichen und ohne Mindestauflage mit ihrem Design Geld verdienen. Mit www.wandformate.de geht es sogar noch einen Schritt weiter: Durch die enge Anbindung zum Lernplakate Fachverlag kann aus einem Einmaldruck schnell eine ganze Auflage werden. Ist ein Plakat erfolgreich, kann es beim Lernplakate Verlag veröffentlicht werden. Damit hat der Designer nicht nur eine eigene Veröffentlichung, sondern ein europaweit lieferbares Liebhaberstück.

Lassen Sie Ihre Ideen ans Licht!
Zeigen Sie Ihr Format unter www.wandformate.de.
Wir freuen uns auf Ihre Ideen.

Mit herzlichen Grüßen aus Münster
Christian Büning

Wir finden diese Idee sehr gut und sind gespannt, wie sich wandformate.de in der nächsten Zeit entwickeln wird.

Poster »Anatomie der Buchstaben« von Achim Schaffrinna, 70 x 100 cm.

»Zwiebelfische«* oder Jimmy Ernst und der »Chinesische Zirkel«
Vom 11. Januar bis 6. März 2011 zeigt das Museum der Arbeit, erstmals außerhalb Glückstadts, den »Chinesische Zirkel«, gemeinsam mit Fotos von Candida Höfer und August Sander.

Die Druckerei J.J. Augustin aus Glückstadt stellt vor allem wegen ihres »Chinesischen Zirkels«, einer kreisförmigen Setzerei für chinesische Lettern, eine weltweite Besonderheit dar. Die Bleisetzerei ist heute nicht mehr in Betrieb. Das Museum der Arbeit zeigt, erstmals außerhalb Glückstadts, den »Chinesische Zirkel« gemeinsam mit Fotos unter anderem von Candida Höfer und August Sander sowie einen Film über das Schicksal des Lehrlings Jimmy Ernst. Dem Sohn von Max Ernst gelang 1938 mit Hilfe der Augustins die Flucht in die USA.

Veranstaltungen zur Ausstellung »Zwiebelfische«: Dem Dokumentarfilm »Zwiebelfische – Jimmy Ernst, Glückstadt – New York« von Christian Bau und Artur Dieckhoff wurde im November auf den Nordischen Filmtagen der Norddeutsche Filmpreis für den besten Dokumentarfilm verliehen. Ulrike Haage erhielt den ersten Preis für die beste Filmmusik. Der Film wird in der Ausstellung täglich um 13 Uhr gezeigt (60 Min, Gruppen nach Vereinbarung).

Weitere Veranstaltungen im Rahmen dieser Ausstellung: Filmmatinee am Sonntag 13 Uhr, mit Führung im Anschluss

»Zwiebelfische« Sonntag, 16. und 23. Januar sowie 6., 13. und 28. Februar 2011, jeweils 13 Uhr
»Schrift ist ein Abenteuer« (Imprimerie Nationale Paris)
Sonntag, 30. Januar 2011, 13 Uhr
»Rendezvous der Freunde« - Ein Film über ein Bild und seine Geschichte, Sonntag, 20. Februar 2011, 13 Uhr
Finissage: Konzert am Flügel mit Ulrike Haage im »Chinesischen Zirkel« Sonntag, 6. März 2011, 13 Uhr

* Zwiebelfische sind in der Druckersprache Bleilettern, die in ein falsches Fach des Setzkastens geraten sind.

Bild 1: Portrait Jimmy Ernst, Aufnahme von 1939, Fotoalbum der Leonora Carrington, Max-Ernst Museum Brühl © Museum der Arbeit.
Bild 2: Der chinesische Satzzirkel, Aufnahme um 1938, Archiv Druckerei J.J. Augustin, Glückstadt Setzkasten von 1926 für 6.000 verschiedene chinesische Zeichen. © Museum der Arbeit.

6. Typostammtisch in Hamburg
Am Mittwoch, den 9. Februar 2011 findet der nächste Typostammtisch in Hamburg statt.

Diesmal treffen wir uns in der Nähe von Alexander Ertles Atelier im FRAPPANT Altona. Dort ist es warm, es gibt Getränke und einen größeren Tisch, an dem wir gut reden und auch Dinge zeigen können. Weiterlesen...
7. Norddeutsche Handpressenmesse: BuchDruckKunst 2011
Vom 15. bis zum 16. Januar 2011 findet im Museum der Arbeit, Hamburg die 7. Norddeutsche Handpressenmesse 2011 statt.

Zur BuchDruckKunst 2011 zeigen 50 Buchkünstlerinnen und Buchkünstler aus dem In- und Ausland ihre Buchschätze und bieten sie zum Verkauf. Pressendrucke, Künstlerbücher, Mappenwerke, Buchobjekte als Originalgrafik, die in ihrer Vielfalt ein buntes Bild von der Lebendigkeit und Kreativität der Szene vermitteln, werden präsentiert.

Im Begleitprogramm bekommen die Besucher Einblicke in die Welt des Druckgewerbes, der künstlerischen Buchgestaltung sowie der Buch- und Papierherstellung. Die Mitarbeiter des Museums demonstrieren an historischen Maschinen Buchdruck, Schriftguss, Hand- und Maschinensatz, das Fräsen von Holzbuchstaben und die Anfertigung von Klischees. Der Schriftkünstler Wang Ning aus Janjing führt meisterhaft die traditionelle Kunst chinesischer Kalligrafie vor und wird das Publikum animieren, selbst zum Pinsel zu greifen.

Die Messe ist am 15. Januar 2011 von 10 bis 20 Uhr, am 16. Januar 2011 von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.buchdruckkunst.de.
5. Hamburger Typostammtisch
Alexander Ertle lädt zum letzten Hamburger Typostammtisch des Jahres 2010 ein. Das Thema heißt diesmal: »Selbst gemacht und selbst gefunden«.

Diesmal werden keine Gäste eingeladen, sondern, wer möchte, bringt Fundstücke gerne einfach mit. Oder eigene Arbeiten. Neues oder älteres, völlig egal – viele haben eine Sammlung interessanter Gegenstände und dieser Abend bietet Gelegenheit, sich darüber ganz locker auszutauschen.

Der Stammtisch findet diesmal nicht im Gängeviertel statt, weil es in den Räumen zu kühl ist. Wir treffen uns am 15. Dezember 2010 um 20:00 Uhr in der Gaststätte Blaue Blume in der Gerichtsstraße 49, 22765 Hamburg.

Wir laden über einen E-Mail Verteiler ein. Wer gerne weiterhin informiert werden möchte, wendet sich per E-Mail an:

Alexander Ertle
Kommunikationsdesigner
Ruhrstraße 49
D-22761 Hamburg

Telefon: +49 (0) 176–26 06 44 25
Internet: http://cargocollective.com/aek
Email: alexander.ertle@gmail.com
7. Typostammtisch in Hamburg
Am Mittwoch, den 9. März 2011 findet der nächste Typostammtisch in Hamburg statt.

Wir treffen uns in der Nähe von Alexander Ertles Atelier im FRAPPANT Altona. Dort ist es warm, es gibt Getränke und einen größeren Tisch, an dem wir gut reden und auch Dinge zeigen können.

Diesmal Gast ist Frank Steitiya von URW++ zum Thema »Global Fonts für Global Player«.

Das Thema:
Die Welt wächst zusammen und damit auch die Sprachsysteme – darauf reagiert URW++ mit seinen Global Fonts (u. a. Nimbus Sans). Herr Steitiya wird uns etwas über die Kunst, lateinische und nicht-lateinische Zeichen innerhalb eines Zeichensatzes harmonieren zu lassen, erzählen. Dies illustriert er anhand von Anwendungsbeispielen aus der Welt der Corporate Fonts.

Der Ort:
Im FRAPPANT (ehemalige Viktoria-Kaserne)
im Zeiseweg 9, 22765 Hamburg
Anfahrt: http://frappant.org/kontakt/anfahrt

Der Eingang befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes
über den Hinterhof in der Bodenstedtstraße. Dort ist es der
grün beleuchtete Eingang, gleich rechts ist das fraplap 007.
Genügend Parkplätze auf dem Hinterhof sind vorhanden.

Die Zeit:
Am Mittwoch | 9. März 2011 | um 20.30 Uhr.

Wir laden über einen E-Mail Verteiler ein. Wer gerne weiterhin informiert werden möchte, wende sich per E-Mail an:

Alexander Ertle
Kommunikationsdesigner
Ruhrstraße 49
D-22761 Hamburg

Telefon: +49 (0) 176–26 06 44 25
Email: alexander.ertle@gmail.com
Életem – Mein Leben / Autobiografie von József Molnár
In einer Auflage von nur 50 Exemplaren ist in diesem Monat die Autobiografie von József Molnár auf Ungarisch erschienen.

József Molnár (1918-2009) war ein ungarischer Schriftsteller, Verleger und Drucker, der 1948 ins Exil ging und seit 1955 in München lebte. Molnár gehörte 1950 zu den Gründungsmitgliedern, die die Zeitschrift »Látóhatár – eine Zeitschrift für Literatur und Politik« ins Leben riefen und der er bis 1989 treu blieb. In seinem Verlag Aurora erschienen ab 1963 Bücher zahlreicher ungarischer Autoren. Weil seine typografische Liebe den Schriften des Ungarn Nicolas Kis (1650-1702) galt, gründete er die Stiftung »Misztótfalusi Kis Miklós Múzeumi Alapítvány« und war 1991 Mitbegründer des Museums in Misztótfalu.

Die eben erschienene Autobiografie beschreibt Molnárs Leben. Die Kindheit und Schulzeit verbringt er in Esztergomtábor. Hungrig nach Bildung kommt der junge József in die Knaben-Erziehungsanstalt. Für den außergewöhnlich begabten, aber aus sehr armen Verhältnissen stammenden Jungen ist dies der einzige Ort, wo er lernen kann. In Esztergom trifft er Géza Féja. Während seinen Jugend- und Studienjahren in Ungarn entdeckt er seine Liebe zur Literatur und Politik. Er erzählt von der Flucht aus Ungarn im Jahr 1948 und von seinem Leben und Wirken im Exil in Amerika in den 50er Jahren.

Buchumschlag mit Original-Kupfermatritzen von Nikolas Kis.

Futura® - nun auch als Musical
Die 1926 entworfene Schrift Futura® ist nun Titel und Hauptthema eines Musicals geworden, das im Theater des Boston Courts, Pasadena, CA noch bis zum 14. November 2010 aufgeführt wird.

Im September 2010 fand in New York die Weltpremiere des Musicals »Futura®« von Jordan Harrison statt, wohl das erste Musical, das eine Schriftart zum Titel und Hauptthema macht. Die Regie führt Liz Diamond. Harrison geht der Frage nach: »Kann eine Schrift die Zukunft beeinflussen?« und beschert dem Zuschauer einen spannenden Abend.

Die StageScene schreibt dazu: »WOW! Wie soll man das nennen: Was mit einem 35minütigen Universitätsvortrag »Vom Stift zum Pixel: Die Geschichte der Typografie« beginnt, zum atemberaubenden Thriller wird und durchaus lyrisch endet, kann einfach nur brillant bezeichnet werden. Nenn’ es Futura, das außergewöhnliche Drama von Jordan Harrison, in einer dramatischen Umsetzung von Liz Diamond.«

LA Weekly meint: »Briefe werden nicht mehr geschrieben. E-Mails, Tweets, SMS, Text Messages werden verschickt, aber keine Briefe. Wir haben die Kunst des Briefeschreibens verlernt. Dieses Thema geht Jordan Harrison wortwörtlich in seinem Musical »Futura®« an, das nach der gleichnamigen Schrift von Paul Renner benannt wurde. Während Professor Lorrain Wexler (Bonita Friedericy) einen Vortrag über die Geschichte der Typografie hält, wird sie mitten in einem Satz entführt. Der Zuschauer ist Zeuge, wie sie sich verbal an ihrem Ehemann rächen will. Dadurch gerät sie in äußerste Gefahr, denn »The Company« hat das gedruckte Wort eliminiert... «

Lesen Sie im Internet weitere Pressemitteilungen

Das Musical ist auch bis zum 13. November 2010 in New York im TBG Theater zu sehen.
Einladung zum 4. Typostammtisch in Hamburg
Alexander Ertle lädt wieder zum Typostammtisch am 20. Oktober 2010 um 20:30 Uhr in Hamburg ein. Diesmal findet er in der Fabrik im Gängeviertel statt. Weiterlesen...
3. Typostammtisch in Hamburg
Die Sommerpause ist vorbei, Zeit für einen weiteren Hamburger Typostammtisch im September! Weiterlesen...
Am 29. Juni 2010 verstarb der Schriftentwerfer Karl-Heinz Lange kurz vor seinem 81. Geburtstag.
Der Tod riss ihn mitten aus der Arbeit an einer neuen Antiqua, die er mit Veronika Elsner und Günther Flake realisieren wollte. Die kursiven Schnitte zu der von ihm entworfenen Schreibschrift Viabella waren gerade veröffentlicht, als die traurige Nachricht eintraf. Weiterlesen...
2. Typostammtisch in Hamburg
Nach dem schönen 1. Typostammtisch hier in Hamburg findet nun der 2. mit dem selben Konzept statt. Nach wie vor sind Interessierte und deren Freunde eingeladen zu kommen. Weiterlesen...
1. Typostammtisch 2010 in Hamburg
Der 1. Typostammtisch Hamburg traf sich am 26. Mai 2010 zum ersten Mal im »Gängeviertel«. Interessierte und deren Freunde waren eingeladen zu kommen. Weiterlesen...
Robert Schumanns Leipziger Netzwerk
In einer Sonderausstellung feiert das Museum für Druckkunst in Leipzig den 200. Geburtstag von Robert Schumann. Weiterlesen...
TypeTalks Symposium in Brno
Eine typografische Vortragsreihe findet am 21. Juni 2010 in Brno, Tschechien, im »House of the Lords of Kunštát« statt. Weiterlesen...
Typografie im Bewegtbild
Die Eyes & Ears Academy veranstaltet ein Symposium unter dem Motto »Typografie im Bewegtbild«. Weiterlesen...
Jovica Veljović mit dem Karl-Schneider-Preis ausgezeichnet
Die Freie und Hansestadt Hamburg hat als Preisträger des Karl-Schneider-Preises Professor Jovica Veljović ernannt. Weiterlesen...
Schriftenfächer der ZHdK erschienen
Am 8. April stellt die Zürcher Hochschule der Künste, Zürich, ihre neueste Drucksache vor: einen Schriftenfächer. Weiterlesen...
SchumacherGebler Type Collection digital
Elsner+Flake und SchumacherGebler, Studio für Typographie, Satz und Medien, München, sowie Eckehart SchumacherGebler persönlich, vereinbaren eine exklusive Zusammenarbeit bei der Digitalisierung von Bleisatzschriften. Weiterlesen...
Neu für Kunden aus dem EU-Ausland
Für Geschäftskunden aus dem EU-Ausland haben sich seit dem 1. Januar 2010 Änderungen ergeben.

Seit diesem Zeitpunkt ist die Angabe einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UstID) auf Grund einer Gesetzesänderung obligatorisch, wenn Sie in Deutschland einkaufen. Bei Fehlen der Nummer oder bei falscher Eingabe erhöht sich Ihre Rechnung um 19%. Nur bei Eingabe der UstID wird Ihnen die deutsche Mehrwertsteuer von 19% nicht berechnet. Die von Ihnen eingegebene UstID wird automatisch vom Bundeszentralamt für Steuern auf ihre Richtigkeit geprüft. Weitere Informationen geben auch die Außenhandelskammern.
Die Kunst des Lichtdrucks
Der Verein »Lichtdruck-Kunst Leipzig« stellt die Druckergebnisse des 2. Leipziger Lichtdruck-Symposiums 2009 in einer Ausstellung vor. Weiterlesen...
Effies 2009 »Konjunktur wird im Kopf gemacht«
Unter dem Motto »Konjunktur wird im Kopf gemacht« verlieh der Gesamtverband Kommunikationsagenturen am 9. Oktober 2009 die diesjährigen Effies. Weiterlesen...
Christmas News
Zum Jahresende kommt mit einer Auswahl von preislich reduzierten Christmas-Fonts auch die lange erwartete »erweiterte Suchoption« für den fonts4ever Webshop. Weiterlesen...
Novice im Focus
Das Grafikdesignmagazin »Novum« widmet in der Ausgabe 10/09 wieder eine Doppelseite dem Thema Typografie und zeigt u.a. die Schriftfamilie »Novice« von Helen Ebert. Weiterlesen...
DTL FontMaster Konferenz
Am 18. November 2009 wird die 4. DTL FontMaster Konferenz im Steigenberger Kurhaus Hotel in Den Haag stattfinden. Weiterlesen...
Die geteilte Form
»Die geteilte Form«, das neue Buch von Günter Höhne über deutsch-deutsche Design-affären von 1949 bis 1989 beleuchtet die Entwicklung der Produktkultur in beiden Teilen des geteilten Deutschlands. Weiterlesen...
Das Beste für den Werktätigen? Design in der DDR – Anspruch und Bilanz
Am 04. 11. 2009 laden der Bund Deutscher Grafik-Designer (BDG) und der Verband Deutscher Industrie Designer (VDID) um 18.00 Uhr ins legendaere Filmtheater Babylon in Berlin-Mitte (U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz) zur Podiumsveranstaltung »Das Beste für den Werktätigen? Design in der DDR – Anspruch und Bilanz« ein. Weiterlesen...
Lesung mit Pollandt
Texte zum Thema Geräusche und Lärm liest der Leipziger Autor Werner Pollandt am 28. Oktober 2009 im Museum für Druckkunst in Leipzig. Weiterlesen...
Fontprobleme unter Snow Leopard
Am 2. Oktober 2009 hat Macworld im Internet einen Artikel »Font Problems in Snow Leopard« veröffentlicht, der sich mit der Fontverwaltung und Fontdarstellung unter dem neuen Apple Betriebssystem Snow Leopard auseinandersetzt. Weiterlesen...
ATypI Konferenz - Zum ersten Mal in Lateinamerika
Zum 53. Mal jährt sich die Konferenz der Association Typographique Internationale (ATypI), ein Netzwerk von Typografen, Grafikdesignern, Schriftherstellern und Dozenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Kultur, Geschichte und Tradition des Schriftschaffens zu bewahren und zu fördern. Weiterlesen...
Ed Rondthaler verstarb im Alter von 104 Jahren
Dr. Edward Rondthaler, der Mitbegründer von International Typeface Corporation, New York (ITC) verstarb am 19. August 2009 in seinem 105. Lebensjahr in New York. Weiterlesen...
Die Schriften der Welt zuhause in Glückstadt
Die Druckerei Augustin J. J. Druckerei GmbH, die 1632 in Glückstadt gegründet wurde, ist seit über 100 Jahren auf den Satz und Druck von Fremdsprachen spezialisiert. Nun soll die historische Entwicklung für die Nachwelt in einem Dokumentarfilm festgehalten werden. Weiterlesen...
Viabella – Ein erfolgreicher Lebensweg
Der Berliner Grafiker und Schriftentwerfer Karl-Heinz Lange wird am 29. Juli 80 Jahre alt. Wir gratulieren und ehren ihn mit der Veröffentlichung seiner neuen Schreibschrift-Familie Viabella. Weiterlesen...
Biografie über Georg Hartmann erschienen
In der jetzt erschienenen Biografie des Schriftgießers Georg Hartmann wird auch ein wichtiges Kapitel der Geschichte der »Schwarzen Kunst« beleuchtet. Hartmann erwarb 1898 die Bauer'sche Schriftgießerei in Frankfurt und leitete sie bis zu seinem Tod im Jahre 1954. Weiterlesen...
Kristall Grotesk vorgestellt
Elsner+Flake übergibt erste digitale
Fonts an das Museum für Druckkunst.
Die Kristall Grotesk gehört seit
Übernahme der Schriften und Matrizen
der Johannes Wagner GmbH zum Bestand
der Stiftung Werkstattmuseum Leipzig. Weiterlesen...
TypeCon im Rhythmus
Das diesjährige Motto der TypeCon ist »Rhythmus« – eine Veranstaltung für alle, die Schrift und Typografie lieben, verarbeiten und verwenden. Die Veranstaltung findet 14. bis 19. Juli 2009 in Atlanta, Georgiastatt. Weiterlesen...
Custom Fonts jetzt auch online
Unter dem Menüpunkt »Bibliotheken« bieten Veronika Elsner und Günther Flake einen Custom Font Bereich an, in dem Anwender die Möglichkeit haben, Lizenzen für exklusive bzw. nicht exklusive Hausschriften zu erwerben. Weiterlesen...
Vom Landkauf zur Staatsgründung
Im Rahmen der 8. Jüdischen Woche stellt das Museum für Druckkunst in Leipzig
historische Wertpapiere aus der Zeit vor der Staatsgründung Israels aus. Weiterlesen...
fonts4ever Onlineshop mit neuen Funktionen!
Nach sechs Monaten erfolgreicher Internetpräsenz ist eine erweiterte Version freigeschaltet worden. Weiterlesen...
Museum beginnt Digitalisierung historischer Schriften
Das Museum für Druckkunst, Leipzig und die Elsner+Flake Designstudios vereinbaren eine Zusammenarbeit bezüglich der digitalen Umsetzung historischer Bleisatzschriften und deren Vertrieb. Weiterlesen...
ABC Schulschrift Schweiz
Das wegweisende Schriftkonzept ABC Schule bietet jetzt eine Alternative zur bisher in der Schweiz verwendeten eingleisigen Schnürlischrift. Weiterlesen...
Maxima Now
Prof. Gert Wunderlich, Typograf und Buchgestalter aus Leipzig, erweitert die von ihm in den Jahren 1962 bis 1989 entworfenen Maxima Schriftschnitte zu einer umfassenden Schriftfamilie. Weiterlesen...
Günter Gerhard Lange ist tot
Am 2. Dezember 2008 starb einer der größten Typografen des 20. Jahrhunderts im Alter von 87 Jahren in München. Weiterlesen...
Ausgezeichnete Aniene
Der Type Directors Club, New York, würdigte die Schriftentwürfe Aniene Vecchia und Aniene Nuova der Designerin Adriane Krakowski mit einer Auszeichnung. Weiterlesen...
Indigo, eine »biblische« Antiqua
Mit dem Millennium erblickte auch eine neue Antiqua das Licht der Welt. Die Indigo Pro von Johan Ström, die als Text- und Display-Variante verfügbar ist. Weiterlesen...
Casanova Script
Seit Jahren ist die von der Kalligrafin Petra Beiße gestaltete Schreibschrift Petras Script weltweit erfolgreich. Die Handschrift des berühmten Italieners Casanova hat Petra Beiße nun zu einer neuen Schreibschrift inspiriert, der Casanova Pro mit über 1400 Zeichen. Weiterlesen...