Web-To-Print
»Web-To-Print« stellt Schriftenhersteller vor neue Herausforderungen. Die Fachzeitschrift »Page« zeigt in ihrer Dezember-Ausgabe Konzepte auf, mit denen die Schriftenhersteller einem sich verändernden Markt begegnen.

Bei dem so genannten »Desktop-Publishing« konnten Anwender seit den 80er Jahren auf Ihrem eigenen PC mit Software, Bildern und Schriften Drucksachen gestalten. Nun gibt es die Möglichkeit, Software, Bilder und Schriften direkt auf einem Webserver zu nutzen. Es begann mit dem »Books-On-Demand« Verfahren, bei dem unter anderem Kleinstauflagen von Büchern in der Digitaldrucktechnik hergestellt werden können. Dabei lädt der Autor seine Texte oder PDF-Dateien auf einen Webserver, behält aber die Kontrolle über die komplette Gestaltung.

Internet Web-To-Print-Lösungen bieten darüber hinaus Anwendern die Möglichkeit, Kalender, Visitenkarten, Kaffeetassen, Fotobücher, private und geschäftliche Drucksachen, T-Shirts und Anzeigen auf Basis von Templets zu individualisieren und online zu gestalten. Bei diesen Anwendungen befinden sich die Software, die Grafiken und die Fonts auf dem Webserver des Anbieters und werden von einer unbestimmten Anzahl von Kunden genutzt. Einfache Lizenzrechte für die Software reichen dabei für die Portalbetreiber nicht mehr aus. Um ihnen Rechtssicherheit im Umgang mit den Schriften zu gewährleisten, entwickeln die Schriftenhersteller jeweils individuelle Lösungsansätze.

So bietet zum Beispiel Elsner+Flake über FontShop, Berlin unter dem Motto »Fonts2Web« verschiedene Schriftenpakete an, die auf die Bedürfnisse der Web-2-Print-Anbieter zugeschnitten sind und berät Web-2-Print Betreiber bei der Auswahl der benötigten Schriften. Fonts von Elsner+Flake finden auch in der »Mailingfactory« und im »Schreibcenter« der Deutschen Bundespost Verwendung. In der »Mailingfactory« können sich professionelle Anwender Drucksachen wie Postwurfsendungen, Speisekarten und Einladung herstellen lassen. Das »Schreibcenter« zielt eher auf den private Anwender. »Optimalprint«, ein weiteres Portal für die Gestaltung betrieblicher und privater Druckerzeugnisse, dem Elsner+Flake Schriften lizenziert hat, bietet den Service bereits für zwölf europäische Länder an.