
SchumacherGebler Type Collection digital
Elsner+Flake und SchumacherGebler, Studio für Typographie, Satz und Medien, München, sowie Eckehart SchumacherGebler persönlich, vereinbaren eine exklusive Zusammenarbeit bei der Digitalisierung von Bleisatzschriften.
Eckehart SchumacherGebler hat 1961 in München in Anbindung an die seit 1950 bestehende Buchdruckerei eine Layoutsetzerei gegründet. Ein attraktives Schriftenangebot, sorgfältige Einhaltung typografischer Regeln und penible Qualitätskontrolle machten das Typostudio SchumacherGebler bald zu einem führenden Spezialbetrieb im süddeutschen Raum. Zum Erfolg hat nicht zuletzt die Einführung der Monotype-Technik beigetragen, konnte SchumacherGebler dadurch neben den Schriften renommierter europäischer Schriftgießereien das international als einzigartig geltende Programm aus England anbieten. In Zusammenarbeit mit namhaften Buchgestaltern entstanden auf diese Weise vielfach prämierte Arbeiten im Original Buchdruck, wie zum Beispiel die »Bibliothek SG«. Insgesamt sind es mehr als 80 Auszeichnungen, darunter der Antiquaria-Preis, 1997, und der Förderpreis der Stiftung Druck- und Papiertechnik, 2000.
Die Arbeitsweisen änderten sich, der Fotosatz löste in kurzer Zeit den Bleisatz ab. Dieser Tatsache hat man im Hause SchumacherGebler frühzeitig Rechnung getragen. Den ersten Fototitelsetzgeräten folgten bald Diatype-Geräte, wenig später eine Diatronic, es war die 100. Maschine übrigens. Was sich dann daran anschloss, war praktisch die vollständige Produktentwicklung der ehemaligen H. Berthold AG, Berlin. Kaum ist ein Modell in Betrieb genommen worden, war es auch schon wieder überholt. Später gesellten sich zur Berthold-Technik andere Systeme (Harris, Linotype, Macintosh). Der Bleisatz aber wurde beibehalten, waren doch nicht alle Schriften im Fotosatz erhältlich. Zudem wollten manche Kunden aus ästhetischen Gründen auf die spezifischen Eigenschaften von Bleisatz/Buchdruck nicht verzichten.
Um die Bedeutung von Typographie und Gestaltung stärker ins allgemeine Bewusstsein zu rücken, wurden in den Atelierräumen des Studios Ausstellungen zu diesen Themenkreisen veranstaltet. Sie zeigten die Ergebnisse von Wettbewerben wie die TDC-Show oder beispielhafte Arbeiten bekannter Gestalter bzw. Gestalterteams. In die gleiche Richtung zielen zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zur Schrift und Schriftgeschichte. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Medium »Schrift« machte SchumacherGebler zu einem profunden Kenner in Sachen Satz- und Drucktechnik, dessen Rat in der Fachwelt geschätzt ist. Vor allem hat er sich bei dem Technologiewechsel nachhaltig für den Erhalt traditioneller Werkzeuge, Geräte und Maschinen als wertvolle Zeugnisse einer über die Jahrhunderte währenden Kulturepoche eingesetzt. Dabei gelang es ihm, Stahlstempel und Schriftgussmatrizen, manche stammten aus der Zeit Baskervilles und früher, vor der Vernichtung zu retten. Daher vermuten manche, in den Adern dieses leidenschaftlichen wie kenntnisreichen Bewahrers fließe statt roten Bluts heißes Blei, Antimon und Zinn, und zu Kapitälchen habe er ein absolut erotisches Verhältnis. Wie dem auch sei, die umfassenden und über Jahrzehnte zusammengetragenen Bestände wurden von SchumacherGebler 2009 dem Museum für Druckkunst in Leipzig als Sammlung SchumacherGebler gestiftet.
Heute ist SchumacherGebler geschäftsführender Gesellschafter der Firmen »Buchdruckerei und Verlag SchumacherGebler« und »SchumacherGebler, Studio für Typographie, Satz und Medien«, München, und darüber hinaus – gemeinsam mit Manfred Richter – der eigenständig fungierenden Firma »SchumacherGebler, Studio für Typographie, Satz und Druck, Dresden«. Dieses Unternehmen wurde zusammen mit Manfred Richter und weiteren Mitarbeitern des traditionellen Schriftherstellers »Typoart« 1991 gegründet. Domizil sind ehemalige Räume von Typoart. Auch ein Teil der Technik konnte übernommen werden, darunter die digitalen Schriften von Typoart, die online auch über www.fonts4ever.com verfügbar sind. Daraus ist ein moderner Betrieb entstanden, der heute alle Leistungen der Druckvorstufe, des Drucks und der Weiterverarbeitung anbietet. Neben dem Offsetdruck mit der neuesten CTP-Technologie (prozesslos) wird auch der klassische Buchdruck gepflegt.
Die reichhaltigen Bestände an Handsatzschriften und Monotype-Matrizen der Münchner Betriebe sind im Jahr 1992 mit den nicht weniger bedeutenden der traditionsreichen Offizin Haag-Drugulin in Leipzig verschmolzen worden. Eine nochmalige Erweiterung brachte die Übernahme riesiger Mengen von Satzschriften aus der Bundesdruckerei, Berlin, Ende 2008. Was insgesamt daraus entstand, ist ein einzigartiges Schatzhaus der Schriften, das sich der Monotype-Technik und handwerklichem Buchdruck verschrieben hat. Den Schwerpunkt der Aufträge bilden qualitativ anspruchsvolle Bücher und grafische Blätter für Kenner und Liebhaber, für in- und ausländische Verlage und Künstler.
SchumacherGebler war von Anfang an im »Bundesverband Druck und Medien« engagiert. 27 Jahre war er Mitglied des Hauptvorstandes und des Ausschusses »Technik und Forschung« sowie stellvertretender Vorsitzender des »Fachbereichs Satzherstellung«. Im Bayerischen Landesverband gehört er der Vorstandschaft an und war viele Jahre 1. Vorsitzender des Bezirks München/Oberbayern. Ab 1981 war er stellvertretender, ab 1989 1. Vorsitzender des Normenausschusses Druck und Reproduktionstechnik im Deutschen Institut für Normung (DIN), zeitweise Delegierter bei der ISO; von 1982 bis 1987 Delegierter des Bundesverbands im Technischen Beirat Satzherstellung der FOGRA und dessen Obmann. Mitglied in verschiedenen Vereinigungen, darunter im begehrten Double Crown Club, London. – Jurorentätigkeit: Stiftung Buchkunst, Internationaler Druckschriften-Wettbewerb, Typography Germany, iba 1989.
Vor diesem Hintergrund ist die oben angekündigte Zusammenarbeit zu sehen, liegt es doch im gegenseitigen Interesse, Fachwissen zum Vorteil der Kunden gemeinsam zu nutzen. Entscheidend ist aber, dass das Typostudio SchumacherGebler in München von der Schriftgießerei Ludwig & Mayer GmbH & Co. im Jahr 1986 Geschmacksmuster-, Urheber- und Warenzeichenrechte von Schriften dieser Firma erworben hat, desgleichen von der ehemaligen Schriftgießerei Krebs, soweit sie im Besitz von Ludwig & Mayer waren. Diese Schriften sollen, zumindest teilweise, den Kunden in digitaler Form zugänglich gemacht werden. Um dies zu realisieren, hat die Veronika Elsner, Günther Flake GbR mit SchumacherGebler eine lizenzrechtliche Vereinbarung zur digitalen Umsetzung der »SchumacherGebler Type Collection« getroffen.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um eine Auswahl folgender Schriften:
Aeterna, Aharoni-Grotesk, Alemannia-Fraktur, Allegro, Altenburger Gotisch, Altenburger Werkgotisch, Aristokrat, Aster, Augenheil Antiqua, Banderole, Stahlstich-Antiqua Beatrice, Original-Breitkopf-Fraktur, Bücherfreund Antiqua, Cissarz Latein, Delia, Deutsche Kraft, Deutsche Werbeschrift, Firmin Didot Antiqua, Domino, Ehmcke Latein, Ehmcke Initialen, Erbar Feder Grotesk, Erbar Fraktur, Erbar Kanzlei, Erbar Mediaeval, Erbar Lautsprecher, Erbar Lichte Grotesk, Erbar Lumina, Erbar Lux, Erbar Koloss, Etienne, Excelsior, Express, Finesse, Germroth-Deutsch, Fette Gotisch, Hölderlin, Jost-Mediaeval, Kombinette, Kombi, Krimhilde, Kronen-Mediaeval, Landtags-Fraktur, Lautenbach-Gotisch, Lautenbach-Kursiv, Lyrisch-Antiqua, L&M Antiqua, L&M Grotesk, L&M Kanzlei, L&M Schreibschrift, Magnet, Mainperle, Markant, Mediaeval-Antiqua, Meta Kartenschrift, Miracula, Mode, Motor, National, National-Werkschrift, Oberon, Original-Schwabacher, Pharos, Prägefest, Rasse, Reklame-Fraktur, Richter-Antiqua, Richter-Mediaeval, Romana, Sonderdruck-Antiqua, Die Schlanke, Schöndeutsch, Schreibmaschine Fraktur, Stop, Universal, Werbe-Grotesk, Werbekraft, Werbe-Kursiv, Weltfraktur und Wolfram.
Eckehart SchumacherGebler hat 1961 in München in Anbindung an die seit 1950 bestehende Buchdruckerei eine Layoutsetzerei gegründet. Ein attraktives Schriftenangebot, sorgfältige Einhaltung typografischer Regeln und penible Qualitätskontrolle machten das Typostudio SchumacherGebler bald zu einem führenden Spezialbetrieb im süddeutschen Raum. Zum Erfolg hat nicht zuletzt die Einführung der Monotype-Technik beigetragen, konnte SchumacherGebler dadurch neben den Schriften renommierter europäischer Schriftgießereien das international als einzigartig geltende Programm aus England anbieten. In Zusammenarbeit mit namhaften Buchgestaltern entstanden auf diese Weise vielfach prämierte Arbeiten im Original Buchdruck, wie zum Beispiel die »Bibliothek SG«. Insgesamt sind es mehr als 80 Auszeichnungen, darunter der Antiquaria-Preis, 1997, und der Förderpreis der Stiftung Druck- und Papiertechnik, 2000.
Die Arbeitsweisen änderten sich, der Fotosatz löste in kurzer Zeit den Bleisatz ab. Dieser Tatsache hat man im Hause SchumacherGebler frühzeitig Rechnung getragen. Den ersten Fototitelsetzgeräten folgten bald Diatype-Geräte, wenig später eine Diatronic, es war die 100. Maschine übrigens. Was sich dann daran anschloss, war praktisch die vollständige Produktentwicklung der ehemaligen H. Berthold AG, Berlin. Kaum ist ein Modell in Betrieb genommen worden, war es auch schon wieder überholt. Später gesellten sich zur Berthold-Technik andere Systeme (Harris, Linotype, Macintosh). Der Bleisatz aber wurde beibehalten, waren doch nicht alle Schriften im Fotosatz erhältlich. Zudem wollten manche Kunden aus ästhetischen Gründen auf die spezifischen Eigenschaften von Bleisatz/Buchdruck nicht verzichten.
Um die Bedeutung von Typographie und Gestaltung stärker ins allgemeine Bewusstsein zu rücken, wurden in den Atelierräumen des Studios Ausstellungen zu diesen Themenkreisen veranstaltet. Sie zeigten die Ergebnisse von Wettbewerben wie die TDC-Show oder beispielhafte Arbeiten bekannter Gestalter bzw. Gestalterteams. In die gleiche Richtung zielen zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zur Schrift und Schriftgeschichte. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Medium »Schrift« machte SchumacherGebler zu einem profunden Kenner in Sachen Satz- und Drucktechnik, dessen Rat in der Fachwelt geschätzt ist. Vor allem hat er sich bei dem Technologiewechsel nachhaltig für den Erhalt traditioneller Werkzeuge, Geräte und Maschinen als wertvolle Zeugnisse einer über die Jahrhunderte währenden Kulturepoche eingesetzt. Dabei gelang es ihm, Stahlstempel und Schriftgussmatrizen, manche stammten aus der Zeit Baskervilles und früher, vor der Vernichtung zu retten. Daher vermuten manche, in den Adern dieses leidenschaftlichen wie kenntnisreichen Bewahrers fließe statt roten Bluts heißes Blei, Antimon und Zinn, und zu Kapitälchen habe er ein absolut erotisches Verhältnis. Wie dem auch sei, die umfassenden und über Jahrzehnte zusammengetragenen Bestände wurden von SchumacherGebler 2009 dem Museum für Druckkunst in Leipzig als Sammlung SchumacherGebler gestiftet.
Heute ist SchumacherGebler geschäftsführender Gesellschafter der Firmen »Buchdruckerei und Verlag SchumacherGebler« und »SchumacherGebler, Studio für Typographie, Satz und Medien«, München, und darüber hinaus – gemeinsam mit Manfred Richter – der eigenständig fungierenden Firma »SchumacherGebler, Studio für Typographie, Satz und Druck, Dresden«. Dieses Unternehmen wurde zusammen mit Manfred Richter und weiteren Mitarbeitern des traditionellen Schriftherstellers »Typoart« 1991 gegründet. Domizil sind ehemalige Räume von Typoart. Auch ein Teil der Technik konnte übernommen werden, darunter die digitalen Schriften von Typoart, die online auch über www.fonts4ever.com verfügbar sind. Daraus ist ein moderner Betrieb entstanden, der heute alle Leistungen der Druckvorstufe, des Drucks und der Weiterverarbeitung anbietet. Neben dem Offsetdruck mit der neuesten CTP-Technologie (prozesslos) wird auch der klassische Buchdruck gepflegt.
Die reichhaltigen Bestände an Handsatzschriften und Monotype-Matrizen der Münchner Betriebe sind im Jahr 1992 mit den nicht weniger bedeutenden der traditionsreichen Offizin Haag-Drugulin in Leipzig verschmolzen worden. Eine nochmalige Erweiterung brachte die Übernahme riesiger Mengen von Satzschriften aus der Bundesdruckerei, Berlin, Ende 2008. Was insgesamt daraus entstand, ist ein einzigartiges Schatzhaus der Schriften, das sich der Monotype-Technik und handwerklichem Buchdruck verschrieben hat. Den Schwerpunkt der Aufträge bilden qualitativ anspruchsvolle Bücher und grafische Blätter für Kenner und Liebhaber, für in- und ausländische Verlage und Künstler.
SchumacherGebler war von Anfang an im »Bundesverband Druck und Medien« engagiert. 27 Jahre war er Mitglied des Hauptvorstandes und des Ausschusses »Technik und Forschung« sowie stellvertretender Vorsitzender des »Fachbereichs Satzherstellung«. Im Bayerischen Landesverband gehört er der Vorstandschaft an und war viele Jahre 1. Vorsitzender des Bezirks München/Oberbayern. Ab 1981 war er stellvertretender, ab 1989 1. Vorsitzender des Normenausschusses Druck und Reproduktionstechnik im Deutschen Institut für Normung (DIN), zeitweise Delegierter bei der ISO; von 1982 bis 1987 Delegierter des Bundesverbands im Technischen Beirat Satzherstellung der FOGRA und dessen Obmann. Mitglied in verschiedenen Vereinigungen, darunter im begehrten Double Crown Club, London. – Jurorentätigkeit: Stiftung Buchkunst, Internationaler Druckschriften-Wettbewerb, Typography Germany, iba 1989.
Vor diesem Hintergrund ist die oben angekündigte Zusammenarbeit zu sehen, liegt es doch im gegenseitigen Interesse, Fachwissen zum Vorteil der Kunden gemeinsam zu nutzen. Entscheidend ist aber, dass das Typostudio SchumacherGebler in München von der Schriftgießerei Ludwig & Mayer GmbH & Co. im Jahr 1986 Geschmacksmuster-, Urheber- und Warenzeichenrechte von Schriften dieser Firma erworben hat, desgleichen von der ehemaligen Schriftgießerei Krebs, soweit sie im Besitz von Ludwig & Mayer waren. Diese Schriften sollen, zumindest teilweise, den Kunden in digitaler Form zugänglich gemacht werden. Um dies zu realisieren, hat die Veronika Elsner, Günther Flake GbR mit SchumacherGebler eine lizenzrechtliche Vereinbarung zur digitalen Umsetzung der »SchumacherGebler Type Collection« getroffen.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um eine Auswahl folgender Schriften:
Aeterna, Aharoni-Grotesk, Alemannia-Fraktur, Allegro, Altenburger Gotisch, Altenburger Werkgotisch, Aristokrat, Aster, Augenheil Antiqua, Banderole, Stahlstich-Antiqua Beatrice, Original-Breitkopf-Fraktur, Bücherfreund Antiqua, Cissarz Latein, Delia, Deutsche Kraft, Deutsche Werbeschrift, Firmin Didot Antiqua, Domino, Ehmcke Latein, Ehmcke Initialen, Erbar Feder Grotesk, Erbar Fraktur, Erbar Kanzlei, Erbar Mediaeval, Erbar Lautsprecher, Erbar Lichte Grotesk, Erbar Lumina, Erbar Lux, Erbar Koloss, Etienne, Excelsior, Express, Finesse, Germroth-Deutsch, Fette Gotisch, Hölderlin, Jost-Mediaeval, Kombinette, Kombi, Krimhilde, Kronen-Mediaeval, Landtags-Fraktur, Lautenbach-Gotisch, Lautenbach-Kursiv, Lyrisch-Antiqua, L&M Antiqua, L&M Grotesk, L&M Kanzlei, L&M Schreibschrift, Magnet, Mainperle, Markant, Mediaeval-Antiqua, Meta Kartenschrift, Miracula, Mode, Motor, National, National-Werkschrift, Oberon, Original-Schwabacher, Pharos, Prägefest, Rasse, Reklame-Fraktur, Richter-Antiqua, Richter-Mediaeval, Romana, Sonderdruck-Antiqua, Die Schlanke, Schöndeutsch, Schreibmaschine Fraktur, Stop, Universal, Werbe-Grotesk, Werbekraft, Werbe-Kursiv, Weltfraktur und Wolfram.
















