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Typoart Fette Antiqua TH Bold Italic

Barbara Cain (Schelter&Giesecke), Elsner, Flake GbR, 1989-2008
Item number 151501-2, Net price 40.00 EUR

Kurzinformation zur Schrift
Fette Antiqua: Abgeleitet von den Didot- und Bodoni-Schriften entstanden zu Anfang des 19. Jahrhunderts eine Reihe fetter Varianten der klassizistischen Antiqua. Beispiele finden sich in den Schriftmusterbüchern von Alexander Wilson, John Bell, Edmund Fry und Alexander Thibaudeau. Als beste Kursiv kann man wahrscheinlich die von Stephenson Blake & Co. in Sheffield bezeichnen. Eine gute Replik wurde auch von Schelter & Giesecke angeboten. Barbara Cain führte die Geradstehende und die Kursiv zu einer ästhetischen Einheit. Der besondere Reiz der beiden Schriften liegt in dem extremen Kontrast von Haar- und Schattenstrichen. In kleineren Graden leicht gesperrt wirken die fetten Buchstaben wie Perlen einer typografischen Kette. Die fette Antiqua und die fette Kursiv eignen sich als Auszeichnungsschriften für unterschiedliche Aufgaben, insbesondere für die Werbung. Markant, originell und auffallend können sie auch in Überschriften für Zeitungen und Zeitschriften eingesetzt werden.

Fette Antiqua Condensed: Bereits im Jahre 1832 hatten Vincent Figgins und 1838 auch William Thorowgood in England eine schmalfette klassizistische Antiqua herausgebracht. Später folgten französische und deutsche Gießereien, teilweise mit reinen Versalschriften, teilweise mit Versalien und Kleinbuchstaben. Es ist allerdings kurios, dass diese Schriften als Aldinen bezeichnet wurden, obwohl sie mit Aldus Manutius absolut nichts zu tun haben. Die schmalfette klassizistische Antiqua wurde zu einem Schrifttypus, der in keiner Druckerei fehlen sollte. Für Barbara Cain, die unsere Schrift entwarf, kam es auf schöne Proportionen an, auf das Beachten der optischen Täuschung und relativ gleich große Punzen. Gegenüber ähnlichen Aldine-Schriften ist sie extrem schmal, doch in der Qualität unbedingt mit den besten Schriften ihrer Art vergleichbar. Die schmalfette klassizistische Antiqua ist die elegante Begleiterin der breitfetten klassizistischen Antiqua und eignet sich wie diese für Auszeichnungszeilen in der Werbung und für Überschriften in der Zeitung.


Kurzinformation über die Designerin
Barbara Cain wurde 1954 in Löpten geboren, Abitur, Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 1978 Diplom der Gebrauchsgrafik, anschließend Meisterschülerin bei Prof. Dr. Kapr. Seit 1981 freischaffend in Leipzig tätig. Barbara Cain wurde vor allem bekannt durch die typografische Inszenierung des Buches »Jean Cocteau – Die geliebte Stimme« (Kiepenheuer 1982), daneben stehen Buchgestaltungen und grafische Arbeiten.

Textauszug: Detlef Schäfer/Albert Kapr, aus »Fotosatzschriften Type-Design+Schrifthersteller«, VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1989. In [...] gesetzte Texte und Hinweise sind Anmerkungen bzw. Ergänzungen der Redaktion.


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